Definiton und Abgrenzung

Ein Fluss ist geowissenschaftlich ein Fließgewässer des Binnenlandes mittlerer Größe bezogen auf Länge, die Größe des Einzugsgebietes, die Wasserführung, den Reifheitsgrad und des Gefälles. Flüsse werden in Haupt und Nebenflüsse unterteilt.

Große Flüsse, die nicht Nebenfluss eines größeren Flusses sind,sondern im offenen Meer münden, werden als Strom bezeichnet. Sie bilden als Mündung entweder einen Ästuar oder ein Flussdelta.

Kleinere Fließgewässer, deren Breite 5 Meter nicht überschreitet, werden als Bach bezeichnet.

Beschreibung

Ein Fluss ist im Gegensatz zum Kanal natürlichen Ursprungs und entwickelt sich aus dem Zufluss mehrerer Bäche oder Nebenflüsse. Im Rahmen des Wasserkreislaufs werden Flüsse durch die verschiedenen Formen des Abflusses gespeist und bilden als Vorflut ihres Einzugsgebietes den oberirdischen Abfluss. In Küstennähe sind Flüsse oft in ein Netz von Entwässerungskanälen eingebunden und nennen sich dann Tief.

Jeder Fluss führt zerkleinerte Gesteine oder Sedimente, so genanntes fluviatiles Sediment oder Geschiebe auf der Gewässersohle, mit sich. In naturbelassenen Flüssen kommt es zur Erosion und Sedimentation, wodurch sich Mäander ausbilden.

An flachen Wasserscheiden können Gabelungen, so genannte Bifurkationen gebildet werden.

Manche Flüsse versickern in der Wüste oder in anderen porösen Gesteinsschichten. Flüsse, die große Trockengebiete durchqueren, werden auch Fremdlingsfluss genannt. Andere Flüsse gehen nach der Mündung unter dem Meer noch als Flussrinne (bekannteste Kongo-Rinne) weiter.

Blickt man von der Quelle zur Mündung, dann kann man das rechte und linke Ufer als orografisch rechtes oder linkes Ufer eindeutig festlegen. Eine Ausnahme ist der Tonle Sap in Kambodscha, der während eines Jahres zweimal seine Fließrichtung ändert.